Mit Verfügung des Präsidenten der Hochschule Mainz vom 16.12.2016, zugestellt am 20.12.2016, wurde ich angewiesen, für die Kommunikation mit Studenten ausschließlich meine dienstliche e-mail-Adrese zu benutzen. Damit wär auch die Kommunikation über meine eigene Website unzulässig. Inhaltliche Informationen ztu meinen Lehrveranstaltungen, die sich ausdrücklich nicht an die Studenten, sondern an die breite Öffentlichkeit richten, finden Sie unter:

 

Rechnungswesenpraxis         

https://mueller-consulting.jimdo.com/rechnungswesen/

Jahresabschluss                               https://www.noteninflation.de/an-meine-studenten/

                                                           und

https://mueller-consulting.jimdo.com/rechnungswesen/hgb-bilanzierung-steuer/

Kosten- und Leistungsrechnung

https://mueller-consulting.jimdo.com/rechnungswesen/kostenrechnung/

Investition und Finanzierung (zunächst)

https://www.noteninflation.de/an-meine-studenten/

 

an meine Studenten des Sommersemesters 2017:

 

Ich möchte mich ausdrücklich bei Ihnen bedanken! In der ersten Lehrveranstaltung dieses Semesters habe ich erklärt, dass ich mich im Zusammenhang mit der Noteninflation nicht wegen Betrugs (§ 263 StGB), Falschbeurkundung im Amt (§ 348 StGB) und Bestechlichkeit (§ 332 StGB) strafbar machen werde, und dass das Notenschema der Prüfungsordnung (siehe mein Aufruf "Beleiben wir anständig!", https://www.noteninflation.de/) für mich verbindlich wäre. Darauf haben Sie sich bei der Dekanin wegen dieser Aussagen beschwert und mich in der Evaluation schlecht bewertet.

  

Bereits vor über 10 Jahren hat der Spiegel darüber geschrieben, dass Professoren übertrieben positive Noten gegen gute Bewertungen ihrer Lehrveranstaltung tauschen (o.V., Kuschelnoten, Kuhhandel, Kumpanei; in Spiegel-online, 17.01.2007 - http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/einsen-fuer-alle-kuschelnoten-kuhhandel-kumpanei-a-460388.html). Aus verständlichen Gründen hat sich aber noch kein Professor dazu bekannt, dass er sich von seinen Studenten mit der karrierefördernden guten Bewertung bestechen lässt! Mindestens den Umkehrschluss, dass die Ankündigung einer gesetzeskonformen Benotung eine schlechte Bewertung zur Folge hat, haben Sie jetzt aktenkundig gemacht. Damit kann zwar keinem Professor Bestechlichkeit gerichtsfest nachgewiesen werden; es dürfte aber jetzt klar sein, dass ohne Bestechung seitens der Studenten (vom Spiegel verniedlichend als Kuhhandel bezeichnet) keine guten Evaluationsergebnisse erzielt werden können.

 

 

Für diesen Beweis gebührt Ihnen mein Dank!

 

 

Feedback zur Klausur „Kosten- und Leistungsrechnung“


Die Ausgangslage war nach meiner Ankündigung, ehrliche Aufgaben zu stellen und keine Schmusenoten zu vergeben, keine Überraschung. Ca. 60 % der Studenten hatten sich nicht zur Prüfung angemeldet, über 80 % der Angemeldeten sind nicht erschienen (haben sich wahrscheinlich krank gemeldet), der Rest hat zu über 80 % unbrauchbare Antworten gegeben.

Würde ein Prüfer Aufgaben stellen, bei denen man Zahlenreihen aufaddieren und Prozentsätze ausrechnen müsste, die man also mit dem Wissen der 8. Klasse/Hauptschule (zumindest Stand 1970er Jahre, als in den Hauptschulen noch gelernt wurde) hätte lösen können, dann würden fast alle Studenten erscheinen und hätten auch die „Rechen-Punkte“ mitgenommen. Bei den „Erklär-Punkten“ wäre das wohl schon etwas anders gewesen. Hätte man Entscheidungssituationen als Rechenaufgabe formuliert, (z.B. für ein Produkt sind Absatz, Umsatz und variable Kosten gegeben, eine zusätzliche Produktwerbung kostet X €, welche Absatzsteigerung muss mindestens erreicht werden?) würde die Mehrheit wahrscheinlich nicht verstehen, worum es eigentlich geht. Mit der Prämisse, dass nur notwendige Daten gegeben würden, hätte man sich aber vielleicht eine einigermaßen stimmige Antwort zusammengesetzt. Es gab einmal einen Professor, der bei Klausuren auch irrelevante Daten angeboten hat, und es wurden die unlogischsten und unsinnigsten Berechnungen angestellt.

Eine verbale Frage, (z.B.: Wovon würden Sie die Entscheidung über eine zusätzliche Produktwerbung abhängig machen?) kann aber niemand beantworten. Es wird seitenlang herumgeschwafelt, ohne Sinn und Verstand und ohne jeden sachlichen Zusammenhang wird mit unverdauten Fachbegriffen aus dem Marketing herumgeschmissen und zu 95 % haben die Antworten nichts mit dem Thema der Klausur (Kosten- und Leistungsrechnung) zu tun. Schon ein Imbissinhaber hätte ohne Abitur und Studium die ebenso banale wie logische Antwort „die Werbung muss mehr einbringen als sie kostet" gegeben. Solcher gesunder Menschenverstand als Basis für ein wirtschaftliches Denken ist den heutigen BWL-Studenten aber offenbar fremd (und über 10 % der deutschen Studenten - 280.627 von 2.803.916 - studierten im WS 2015/16 BWL oder internationale BWL / mit großem Abstand auf Platz 2: Maschinenbau mit 4,3 % ). Ihre Qualifikation könnte ausreichen, ein Taxi zu führen, aber kein Unternehmen! Wie kann man bei diesem (Er- oder Un-)Kenntnisstand jemals auf die Idee kommt, dass solche unbrauchbaren Antworten den durchschnittlichen Anforderungen (Note 3) entsprechen würden? Wie kann man darin deutlich überdurchschnittlichen Anforderungen entsprechende Leistungen (Durchschnittsnote 1,9) erkennen? Die Entscheidungsformel des Imbissinhabers "(Umsatz - variable Kosten) ÷ bisheriger Absatz × zusätzlicher Absatz > zusätzlicher Werbeaufwand“ sollten zukünftigen Führungskräfte unserer Wirtschaft ausgehend vom gesunden Menschenverstand für eine ausreichende Prüfungsleistung (die der Imbissbetreiber erreicht hätte) schon formulieren können.
 
Die Anmerkung auf der Startseite von https:// www.noteninflation.de/ wurde bestätigt: die 30 Mrd. € jährlich für die Hochschulen sind größtenteils herausgeworfenes Geld!
 
Man kann jeden Arbeitgeber verstehen, der den Hochschulabsolventen von heute keinen Arbeitsvertrag sondern höchstens ein Praktikum anbieten will. Die Bologna-Reform mit der aus ihr folgenden studentischen Planung: schnell-für-die-Klausur-auswendig-lernen, schnell-wieder-vergessen, für-die-nächste-Klausur-lernen, wurde das Bildungssystem kaputt-reformiert! An den Börsen kommt es gelegentlich zu einer Blasenbildung, gefolgt von einem Crash. Die Blase im Hochschulsystem ist mit einer Studienanfängerquote von 58,5 % und einem Notendurchschnitt von 2 trotz absolut unbrauchbarer Prüfungsleistungen (wenn ehrliche Aufgaben gestellt würden) nicht mehr zu übersehen. Der Crash müsste jetzt unmittelbar bevorstehen!

 
Anmerkung:

Es würde gegen den allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatz des Art. 3 Abs. 1 GG verstoßen, wenn es zwar von der Meinungsfreiheit der Studenten abgedeckt wäre, dass sie ihre Professoren auf meinprof.de mit voller Namensnennung zum Zweck der Erpressung einer besseren Notenvergabe verunglimpfen dürfen, die Professoren aber nicht in einer nicht in die Persönlichkeitsrechte eingreifenden und sachlichen Form (die Namen sind uns ohnehin nicht bekannt) das Verhalten von Studenten kritisieren dürften. Der Volksmund würde hierfür das Sprichwort verwenden: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus!

 

ein offenes Wort:

 
Lernen Sie gezielt für die Klausur? Fangen Sie damit ca. 4 Wochen davor an und haben spätestens 6 Wochen danach wieder alles vergessen?

Gehören Sie zu dem Typ Student, der sich demonstrativ auf die Tische legt und so tut, als würde er schlafen, der nur die eine Frage kennt: „Wie könnte eine Klausuraufgabe zu diesem Thema aussehen?“ Dann habe ich eine Botschaft für Sie: Für Ihr Bedürfnis nach leichter Unterhaltung empfehle ich Ihnen das Nachmittagsprogramm von SAT 1 oder RTL 2! Ich wurde nicht als Entertainer eingestellt und ich sehe es nicht als meine Aufgabe an, Ihren Wünschen, leichte Kosten in mundgerechten Häppchen auf dem Silberteller serviert zu bekommen, zu entsprechen.
 
Natürlich sind Sie die Profiteure der Noteninflation, und Sie sind zu einem guten Stück auch von ihr produziert worden. Sie haben schon in Ihrer Schullaufbahn gelernt, dass sich Leistung nicht mehr lohnt. Warum soll man sich auch anstrengen, wenn man für schlechte Leistungen keine schlechten Noten mehr bekommt. Sie interessieren sich nicht dafür, wie Sie später im Beruf gute Leistungen erbringen können um Karriere machen zu können. Wahrscheinlich erwarten Sie, dass Sie nicht nur von Ihren Eltern und Lehrern in Watte gepackt wurden, sondern dass das auch ein zukünftiger Arbeitgeber tun würde. Wahrscheinlich werden Sie sich vor meiner Klausur krank melden und sie nächstes Semester bei einem Kollegen schreiben, der das System der Noteninflation fördert und Ihnen die gewünschte Schmusennote gibt.
 
Für Sie habe ich die Dateien im BWL-Portal und auf https://www.noteninflation.de/an-meine-studenten/ nicht veröffentlicht.
 
 

fachliche Ausrichtung

 

Die Inhalte meiner Professur für Rechnungswesen und Controlling unter besonderer Berücksichtigung internationaler Aspekte (lt. Berufungsschreiben vom 17.01.1997) bis zum Sommersemester 2008 (= vor der Übernahme des Praxismoduls - siehe http://prof-dr-mueller.jimdo.com/praxismodul/ - waren:

 

 

Externes Rechnungswesen:          1)  Bilanzierung nach HGB            

2)  Internation. Rechnungslegung

3)  Konzernrechnungslegung       

 

Internes Rechnungswesen:           4)  Kosten- u. Leistungsrechnung   

5)  Unternehmensplan. / Reporting

6)  Investition und Finanzierung   
 
Steuern:   

7)  Betriebliche Steuerlehre      

8)  International Taxation       

bis SS 2008

   43,7 %

   16,8 %

   21,2 %

     5,8 %

 

   43,2 %

   23,3 %

   14,8 %

     5,1 %

 

   13,1 %

     5,7 %

     7,4 %

angemessen

     44 %

     15 %

     23 %

       6 %

 

     43 %

     20 %

     18 %

       5 %

 

     13 %

       5 %

       8 %

 


Anmerkungen:

 

Die Verteilung von gerundet 44-43-13 % vor dem Sommersemester 2008 war angemessen, weil eine Ausgewogenheit zwischen externem und internem Rechnungswesen gewollt war. Das Steuer-Thema lässt sich in der Praxis nie vom Rechnungswesen trennen.

 

zu 2: Weil die Internationale Rechnungslegung das Kernanliegen meiner Berufung war sollte dieser Teil mehr als die Hälfte des externen Rechnungswesens ausmachen.

 

zu 1: Wegen des Umfangs der internationalen Rechnungslegung und weil die Konzernrechnungslegung angemessen berücksichtigt war bleibt für die Bilanzierung nach HGB der Rest von 15 %.

 

zu 4: Kosten- und Leistungsrechnung ist wichtig, sollte bei einer Stelle für Controlling nicht übergewichtig sein.

 

zu 5: Die dem operativen Controlling zuzurechnenden Inhalte sollte nach der Anmerkung zu 4 etwas stärker zum Tragen kommen.

 

zu 7: Besonders die Umsatzsteuer hat wegen der Unterscheidung in inländische, ausländische und innergemeinschaftliche Umsätze internationale Aspekte und wegen der praktischen Umsetzung einen starken Bezug zum Rechnungswesen.

 

zu 8: Besonders internationalen Steuergestaltungen (vgl. Panama-Papers) und internationale Konzern-Verrechnungspreise (wegen der Nachweispflichten) haben einen starken Bezug zum Conrolling.

 

 

Meine Seite wird inzwischen so oft geklickt, dass sie auch ohne Suchmaschinen-optimierung (ist im kostenlosen Paket nicht enthalten) bei Google gut gefunden wird. Am 26.09.17 hatte ich bei der Eingabe "rechnungswesenpraxis" die Position 1 von 947 der Trefferliste, „lehrveranstaltungen jahresabschluss müller“ auf 1+2 von 18.300, "lehrveranstaltungen kostenrechnung müller" auf 1-4 von 21.100, "an meine studenten" auf 1 von 19.200.000; noteninflation.de kam auf Pos. 2.